Stoffwechseltraining – was genau ist das eigentlich?

Stoffwechseltraining – was genau ist das eigentlich?

Stoffwechsel anregen und abnehmen gehen oft Hand in Hand, wenn man Diät-Tipps und Berichten in Zeitschriften zum Thema „Abnehmen” glauben mag. Oft wird auch von „den Stoffwechsel ankurbeln” sowie „gutem Stoffwechsel” oder „schlechtem Stoffwechsel” gesprochen. Doch was hat der Stoffwechsel wirklich mit unserer Figur zu tun und was bewirkt ein sogenanntes Stoffwechseltraining in Verbindung mit EMS?

Was bedeutet Stoffwechsel überhaupt?
Der Begriff „Stoffwechsel” beschreibt alle physikalischen und biochemischen Prozesse unseres Organismus. Dazu gehören:
 Umwandlung von aufgenommenen Nahrungsmitteln
 Bildung körpereigener Strukturen, Enzyme und Hormone
 Wachstum und Abbau von Knochen, Muskeln und anderen Geweben

Aufgrund der Verdauung und der Aufnahme von Nährstoffen nach dem Essen kommt es zu einer etwa vier Stunden anhaltenden Steigerung der Stoffwechselprozesse (= thermischer Effekt von Nahrungsmitteln). Der Stoffwechsel wird umso höher, je mehr Kalorien mit der Nahrung aufgenommen werden. Auch auf die Zusammensetzung der Nährstoffe kommt es dabei an: So haben Proteine starke Effekte auf den Stoffwechsel, während Fette dagegen eher geringe haben.
Abnehmen kannst du nur, wenn du weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrauchst. Überschüssige Nährstoffe werden als Fett im Körper abgelagert. Fett scheidet Hormone aus, die beispielsweise die Insulinresistenz fördern und somit Diabetes-Typ-II zur Folge haben können. Wenn die Arbeitsmuskulatur gegenüber dem Gewicht unterentwickelt ist, so fallen Aktivitäten schwer und körperliche Inaktivität wird begünstigt.

Muskelaufbau für den Fettabbau
Das Geheimrezept zum Abnehmen ist der Muskelaufbau! Je mehr Muskeln du hast, desto mehr Kalorien verbrennt dein Körper und desto leichter kannst du abnehmen. Der Stoffwechsel wird von vielen Botenstoffen und Signalen, die von der Muskulatur ausgehen, nachhaltig beeinflusst. Muskeln verbrauchen rund um die Uhr Energie und sind der Grund für einen dauerhaft erhöhten Grundumsatz. Mit nur 500 g mehr Muskelmasse kannst du schon über 50 kcal pro Tag mehr Energie als die gleiche Menge Fett verbrauchen. Deshalb ist es wichtig, dass du beim Abnehmen auf jeden Fall deine Muskeln behältst und diese nicht abgebaut werden!

Die Ausdauer spiegelt die Ermüdungswiderstandsfähigkeit der Muskulatur bei lang andauernden Kraftleistungen wider. Die Ausdauerleistung ergibt sich aus der Anzahl der Mitochondrien, in denen die Enzyme ihre Aktivität beim Umsatz energiereicher Nährstoffe entwickeln. Hier wird die Energie für muskuläre Belastungen erzeugt. Bist du nun einer anstrengenden Ausdauerbelastung ausgesetzt, so ist mehr Energie nötig, als die Mitochondrien liefern können. Deshalb erhöht der Körper die Anzahl der Mitochondrien und eliminiert Ermüdungsstoffe wie Laktat. Dies wird besonders gut durch EMS-Training bewirkt, denn dabei konnte bereits ein Anstieg der Mitochondrien um 20 Prozent bis zum Siebenfachen des Ausgangswertes gemessen werden.

Wenn du regelmäßig intensiv trainierst, wird überschüssiges Körperfett abgebaut, Muskulatur aufgebaut und der Stoffwechsel positiv beeinflusst. Es sollte vor allem ein Krafttraining durchgeführt
werden und zwar regelmäßig und mit hoher Intensität, denn dies strafft die über der Muskulatur liegende Haut und lässt sie glatter aussehen. Beim EMS-Training werden alle großen Muskelgruppen mit hoher Intensität gleichzeitig angesprochen. Der Kompressionseffekt, der durch die Gurt- und Westenelektroden entsteht, fördert außerdem die Durchblutung und den Abtransport von Stoffwechselprodukten.

Das optimale Stoffwechseltraining
Wie sollte nun ein Stoffwechseltraining aussehen? Empfohlen werden Übungen mit dynamischen Bewegungen, um möglichst hohe Kraftausdaueranteile der Muskulatur anzusprechen. Statt der Grundposition kannst du zum Beispiel auf der Stelle gehen und dies später auch mit Seitschritten sowie Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen kombinieren.
Führe am besten High-Intensity-Intervalle (HIIT) mit Phasen hoher Belastung (20 Sekunden) zusammen mit Phasen niedriger Belastung (10 Sekunden) durch. Bist du weniger geübt, dann sollten für den Anfang eine niedrigere Intensität und längere Pausen (30 Sekunden Belastung, 30 Sekunden Pause) gewählt werden.
Der ständige Wechsel von Anspannung und Entspannung beim EMS-Training lässt die Muskeln besser durchbluten, der Fettstoffwechsel wird positiv beeinflusst. Dies führt wiederum zu einer verbesserten Versorgung der Muskeln mit Nährstoffen und damit zu einem schnelleren Aufbau von Muskelmasse mit gleichzeitiger Fettverbrennung.

Cardio-EMS-Training
Alternativ kannst du es auch einmal mit Cardiotraining am EMS-Gerät probieren. Dafür eignen sich Laufbänder, Crosstrainer oder Indoor Cycles. Hier steht jedoch die Sicherheit an erster Stelle: Das Verbindungskabel darf dich bei deinen Bewegungen nicht stören und die Intensität der Impulse muss so eingestellt werden, dass du eine fließende Bewegung ausführen kannst. Beim EMS-Training mit einem Cardiogerät ist es ratsam, zehn bis maximal dreißig Minuten mit einem kontinuierlich gleichbleibenden Impuls zu trainieren oder extensive Intervalle durchzuführen. Bei Geräten wie Spinning Bikes, die einfach, schnell und stufenlos verstellt werden können, kannst du auch ein hochintensives Intervalltraining (HIIT) ausprobieren.

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